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IT BIO 013

Leitlinien für Drittlandsimporte aus Risikoländern in Osteuropa und aus China in die EU

Aktualisierte Leitlinien der EU-Kommission bis 31.12.2020
Die EU-Kommission hat die Maßnahmen bei Importen von Bio-Ware aus den Herkunftsländern Ukraine, russische Föderation, Kasachstan, Moldawien und China erneut um ein Jahr verlängert und modifiziert. Sendungen, die aus einem diesen Ländern stammen und ggf. über ein anderes Drittland (z.B. Türkei) in die EU importiert werden, unterliegen weiterhin diesen Maßnahmen.

Folgende Warengruppen (gemäß KN Codes) sind betroffen:

a. Kapitel 10 – Cerealien / Getreide

b. Kapitel 11 – Müllereierzeugnisse; Malz, Stärke, Inulin, Weizengluten. Folgende KN-Codes sind ausgeschlossen: KN-Codes 1105, 1106, 1107, 1108, 1109

c. Kapitel 12 - Ölsamen und ölhaltige Früchte; verschiedene Körner, Samen und Früchte; Industrie- oder Heilpflanzen; Stroh und Futter, mit Ausnahme der daraus hergestellten verarbeiteten Erzeugnisse, die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind. Folgende KN-Codes sind ausgenommen: KN-Codes 1211, 1212, 1213, 1214

d. Kapitel 23 - Rückstände und Abfälle aus der Lebensmittelindustrie, zubereitetes Tierfutter. Folgende KN-Codes sind ausgenommen: KN-Codes 2307

Zusätzlich für China:

e. Goji Beeren (Lycium barbarum und Lycium chinense) und alle daraus hergestellten Produkte

Es gibt unter Punkt 2) „Complete Documentation Check at Point of Entry“ (Seite 3) eine Ergänzung bei Punkt d. „Operators and product traceability“. Dort werden nun auch die Händler und Subunternehmer (Zulieferer bzw. Unterauftragnehmer) benannt „(…) each operator involved, from farmer(s) to exporter and all operators in between, including traders and sub-contractors

Welche zusätzlichen Maßnahmen sind bei betroffenen Importen umzusetzen?
Vor der Verzollung wird durch uns eine gemäß Verordnung (EG) Nr. 691/2013 repräsentative Probe gezogen. Der Importeur muss Zeitpunkt und Ort der Probenahme bei der Anmeldung des Importes mit angeben. Die Probe wird auf Wirkstoffe von Pflanzenschutzmitteln analysiert. Das Analyseergebnis wird beurteilt und zur Freigabe der zuständigen Länderbehörde übermittelt. Erst nach der Freigabe kann die Ware mit Bio-Hinweis vermarktet oder verarbeitet werden.

Für die Probenahme bzw. Freigabe sind folgende Dokumente zur Prüfung vorzulegen:
- Kontrollbescheinigung
- Zollpapiere
- Warenbegleitpapiere/Transportdokumente
- Zertifikate aller Beteiligten in der Lieferkette

Sofern Sie Erzeugnisse/Produkte aus diesen Ländern importieren, setzen Sie sich bitte rechtzeitig vor Eintritt der Sendung in die EU mit uns in Verbindung. Bitte planen Sie entsprechenden Zeitverzug und Kosten mit ein.